Wie funktionieren Rauchmelder?

Bei den Rauchmeldern MICA fire handelt es sich genau genommen um smarte Funkrauchmelder. Sie sind über Funk mit einer Basisstation verbunden, die sie ans Internet anschliesst. Mit der myMica App kannst du jederzeit den Status deiner Rauchmelder überprüfen und wirst sofort benachrichtigt, wenn bei dir zuhause etwas nicht stimmt. Aber wie funktionieren solche Funkrauchmelder und warum bieten sie umfassenden Schutz vor einem gefährlichen Brand?

Das Anbringen von Rauchmeldern ist in der Schweiz in Privathaushalten nach wie vor freiwillig. Für uns ist klar: Die Investition lohnt sich, denn Rauchmelder verhindern, dass sich ein Feuer ausbreiten und einen hohen Schaden anrichten kann. Im äussersten Fall retten Rauchmelder sogar Leben. Sie reagieren schon Sekunden, nachdem ein Feuer ausgebrochen ist. Das ist wichtig, denn für uns Menschen ist vor allem der Rauch sehr gefährlich. Er enthält giftige Gase wie Kohlenmonoxid. Schon nach wenigen Atemzügen kann man davon bewusstlos werden.

Wie breitet sich ein Feuer aus?

Um zu verstehen, wie Rauchmelder funktionieren und warum Rauchmelder — oder noch besser: Funkrauchmelder — unbedingt in jeden Haushalt gehören, hilft es, etwas über die Entwicklung eines Feuers zu wissen. Wie entwickelt sich denn ein Feuer, in einem geschlossenen Raum, wenn es unentdeckt bleibt? 

Zu Beginn breitet sich das Feuer relativ langsam aus und ist deshalb noch gut einzudämmen. Die Temperatur im Raum steigt ebenfalls relativ langsam an. Wenn sich das Feuer ungestört ausbreitet, stauen sich immer mehr Rauch und Hitze an der Decke. Wird dieser Stau zu gross, entsteht ein sogenannter Flashover, auf Deutsch ein Feuersprung. Das ist der Übergang von einem Feuer zu einem Vollbrand. Bei einem Flashover entzünden sich die Sauerstoffpartikel in der Luft und alle Gegenstände im Raum fangen Feuer. Die Temperatur beträgt in dieser Übergangsphase zwischen 500 und 600 Grad Celsius und steigt danach bis zu 1000 Grad Celsius an. 500 Grad Celsius ist etwa die Temperatur der Flamme bei einem Holzkohlegrill, 1000 Grad Celsius entsprechen dann eher der Temperatur der Flamme eines Bunsenbrenners (926 bis 1526 °C). Das Feuer breitet sich jetzt rasend schnell weiter aus.

Eine weitere Gefahr sind sogenannte Rollovers oder Rauchgasdurchzündungen und Backdrafts oder Rauchgasexplosionen. Bei einer Rauchgasdurchzündung entzünden sich sogenannte Pyrolysegase in der Rauchschicht. Bei der Pyrolyse werden chemische Verbindungen durch sehr grosse Wärmeeinwirkungen zersetzt. Dabei werden unter anderem diese Gase freigesetzt. Eine Rauchgasexplosion entsteht, wenn sich die Brandgase aufgrund von Sauerstoffzufuhr explosionsartig entzünden. Die Flammenwalze, die dabei entsteht, erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 20 Metern pro Sekunde, das sind 72 Kilometer pro Stunde. Zum Vergleich: Der Weltrekordhalter Usain Bolt erreicht beim Sprint über 100 Meter eine Höchstgeschwindigkeit von 12.27 m/s.

Beide Phänomene, Rollovers und Backdrafts, sind sehr gefährlich und wenn möglich unbedingt zu vermeiden. Feuerwehrleute kennen die Gefahren und das Verhalten eines Feuers und beziehen dieses Wissen bei der Brandbekämpfung mit ein. Aber selbst mit diesem Wissen und einer professionellen Schutzausrüstung kann die Einwirkung eines Feuers noch lebensbedrohlich sein. Auch deshalb sollte man nicht versuchen, ein grösseres Feuer selbst zu löschen. Am wichtigsten ist: Bring immer erst dich und alle Menschen in Sicherheit und ruf dann die Feuerwehr.

Wie bemerkt ein Rauchmelder, dass es brennt?

Experten und Fachstellen empfehlen für den privaten Gebrauch Rauchwarnmelder, die foto-elektronisch beziehungsweise foto-optisch funktionieren. Sie nutzen den Tyndall-Effekt oder das sogenannte Streulichtverfahren. In der Rauchkammer dieser Melder ist eine lichtempfindliche Fotodiode eingesetzt. Diese sendet einen Infrarotstrahl ab. Wenn die Luft klar ist, verläuft dieser Infrarotstrahl ungebrochen durch die Kammer. Rauchpartikel brechen den Lichtstrahl. Er zerstreut sich und trifft auf einen Sensor auf, der den Alarm auslöst. Im Umkehrschluss heisst das: ohne Rauchpartikel kann der Lichtstrahl nicht auf den Sensor treffen. Ein Labyrinth aus schwarzem, nicht reflektierendem Material verhindert ausserdem, dass Licht von aussen auf den Sensor treffen kann.

Die Rauchmelder MICA fire messen zusätzlich die Zimmertemperatur. Wenn die Temperatur in einem Zimmer innerhalb kurzer Zeit deutlich ansteigt, löst der Rauchwarnmelder ebenfalls einen Alarm aus. Bei jedem Alarm leuchtet am Rauchmelder ein gut sichtbares LED-Warnlicht auf.

Diese Art von Rauchmelder ist sehr zuverlässig. Sie lösen bei einem Feuer innerhalb von Sekunden Alarm aus. Wenn so ein Rauchmelder allerdings falsch platziert ist, kann es zu Fehlalarmen kommen. Der Infrarotstrahl kann nämlich nicht unterscheiden, ob der Strahl durch Rauchpartikel oder Dampfpartikel gebrochen wird. Wenn du einen foto-elektronischen Rauchmelder zum Beispiel im Badezimmer montierst, wird er jedes Mal einen Alarm auslösen, wenn du eine heisse Dusche nimmst. Solche Fehlalarme solltest du möglichst vermeiden. Deshalb gehören Rauchwarnmelder vor allem in die Schlafzimmer, ins Wohnzimmer, die Flure und zum Notausgang, allenfalls noch ins Büro.

Was genau ist ein Funkrauchmelder?

Es gibt foto-elektronische Rauchwarnmelder, die zusätzlich über Funk Signale empfangen und senden können. In diesem Fall spricht man von einem Funkrauchmelder. Es gibt zwei Möglichkeiten, mit wem er die Signale austauscht:

1. Funksignal von Rauchwarnmelder zu Rauchwarnmelder

Diese Funkrauchmelder lassen sich über Funk mit den anderen Funkrauchmeldern im selben Haushalt verbinden. Wenn jetzt ein Melder einen Alarm auslöst, sendet er ein Signal an alle anderen Funkmelder, die dann ebenfalls einen Alarm auslösen. Das kann in einem grossen Haus oder in einer grossen Wohnung von Vorteil sein, weil man den Alarm sicher überall hört. Die Schwierigkeit kann dann allerdings sein, möglichst schnell herauszufinden, welcher Melder den ursprünglichen Alarm ausgelöst hat.

2. Funksignal von Rauchmelder zu Basisstation und umgekehrt

Funkrauchmelder, wie wir sie bei MICA im Einsatz haben, sind über Funk mit einer Basisstation verbunden. Die Basisstation verbindet die Funkrauchmelder mit dem Internet. So werden daraus smarte Funkrauchmelder, die sich mit der myMica App verbinden lassen und Teil eines ganzen Smart Home Kits sind.

Die Vorteile von smarten Funkrauchmeldern

  • Jeder Funkrauchmelder lässt sich in der myMica App separat ansteuern. So lässt sich jederzeit und von überall her der Status des Rauchmelders, der Batterieladestand und die Zimmertemperatur abfragen.
  • Wenn ein Funkrauchmelder Rauch oder einen auffälligen Anstieg der Zimmertemperatur feststellt, löst er einen Alarm aus und sendet sofort eine Benachrichtigung an die App. In der App siehst du, in welchem Zimmer ein Funkrauchmelder Alarm geschlagen hat.
  • Die App warnt dich früh genug, wenn der Batterieladestand bei einem Funkrauchmelder tief ist. Dir bleibt genug Zeit, um die Batterie auszuwechseln, bevor der Rauchmelder ausfällt.
  • Die App warnt dich auch, wenn bei einem Rauchmelder eine Unregelmässigkeit auftritt, z.B. wenn das Funksignal unterbrochen ist und unklar ist, ob der Rauchmelder noch in Betrieb ist. Du kannst jederzeit über den Testknopf am Rauchmelder oder mithilfe eines Testsprays prüfen, ob der Rauchmelder noch funktioniert. 
  • Dadurch, dass die Funkrauchmelder via Internet mit der App verbunden sind, bist du auch unterwegs mit deinen Sicherheitsgeräten zuhause verbunden. Wenn du gerade nicht da bist und ein Funkrauchmelder einen Alarm auslöst, kannst du sofort reagieren und jemanden in der Nähe bitten, nachzusehen und allenfalls die Feuerwehr zu rufen.

Wie lange leben Rauchmelder?

Foto-optische Rauchmelder leben unter normalen Umständen zehn Jahre. Nach zehn Jahren müssen sie aber unbedingt ersetzt werden, auch wenn sie noch einwandfrei zu funktionieren scheinen. Warum? In der Kammer solcher foto-optischer Rauchwarnmelder lagern sich mit der Zeit Staub und Schmutzpartikel ab. Das ist ganz normal. Bei manchen Rauchmeldern ist eine sogenannte Verschmutzungskompensation eingebaut. Sie passt den Schwellenwert für das Auslösen eines Alarms dem aktuellen Verschmutzungsgrad der Rauchmelderkammer an. So können Fehlalarme verhindert werden und der Rauchmelder bleibt sein Leben lang zuverlässig. Auch solche Rauchmelder sollten aber nach acht bis zehn Jahren ersetzt werden.

Deine Liebe zum Rauchmelder

Ein bisschen Aufmerksamkeit und Zuwendung darfst du deinen Rauchmeldern ruhig schenken. Du kannst sie zum Beispiel gelegentlich von aussen mit dem Staubsauger etwas entstauben. Achte auch gut auf den Batterieladestand. Die Batterie bei den MICA Rauchmeldern hat eine Lebensdauer von etwa drei Jahren. In der myMica App kannst du den aktuellen Batterieladestand regelmässig überprüfen. Wenn dich die myMica App vor einem tiefen Batterieladezustand warnt, hast du 30 Tage Zeit, sie auszuwechseln. Auch sonst warnt dich die myMica App, wenn etwas mit deinen Funkrauchmeldern nicht stimmt.

Es ist aber sicher nicht schlecht, wenn du ab und zu in die myMica App schaust und deine Rauchmelder checkst. Und solltest du trotzdem mal nicht sicher sein, ob alles einwandfrei funktioniert, kannst du immer noch über den Testknopf oder mit einem sogenannten Prüfspray einen Funktionstest am betreffenden Melder vornehmen. Du siehst also, es ist praktisch unmöglich, dass ein Rauchmelder ausfällt, ohne dass du es bemerkst. Und das ist auch gut so.


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